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tellmio: Warum Google-Ads- und SEO-Analysen so viel Zeit fressen – und was ich dagegen baue

Seit Februar 2026 arbeite ich an tellmio – einer Plattform, die den Analyseteil von Google Ads und SEO Arbeit übernimmt. Hier der ehrliche Zwischenstand: was funktioniert, was noch fehlt.

Ein Zwischenstand aus der Entwicklung

Inhaltsverzeichnis

Wer mehrere Google-Ads-Konten oder Websites betreut, kennt das Muster: Die Daten sind da, die Zeit für die Auswertung nicht. Seit Februar 2026 arbeite ich an tellmio – einer Plattform, die den Analyseteil dieser Arbeit übernimmt. Hier der ehrliche Zwischenstand: was funktioniert, was noch fehlt.

Woran Optimierung in der Praxis scheitert

Die Daten liegen in vier getrennten Werkzeugen. Google Ads kennt Klickkosten und Conversions, GA4 kennt das Verhalten nach dem Klick, die Search Console kennt die organischen Rankings, die Website selbst kennt ihren Inhalt. Wer eine Anzeigengruppe wirklich beurteilen will, braucht alle vier gleichzeitig – Keywords, Suchbegriffe, Anzeigentexte und die Landingpage dahinter. Das bedeutet: vier Oberflächen, Exporte, ein Tabellenblatt, und dann fängt das Denken erst an.

Reporting-Tools zeigen Zahlen, keine Ursachen. Ein Dashboard meldet einen CTR-Rückgang von 3,1 % auf 2,4 %. Was es nicht sagt: dass die Anzeige ein Leistungsversprechen macht, das auf der Landingpage nicht mehr steht, weil die Seite im letzten Relaunch gekürzt wurde.

Bei mehreren Konten kommt niemand hinterher. Eine gründliche Konto-Analyse kostet leicht zwei bis drei Stunden. Bei zwölf Kunden ist das ein Arbeitstag pro Monat – für Analyse, nicht für Umsetzung. In der Praxis wird deshalb nur dort geprüft, wo etwas auffällt. Der Rest läuft.

Bei Inhalten kommt eine neue Anforderung dazu. Suchmaschinen sind nicht mehr der einzige Adressat. ChatGPT, Perplexity, Claude und die KI-Übersichten in der Google-Suche beantworten Fragen direkt und zitieren dabei einzelne Quellen. Ob ein Text zitierfähig ist, hängt an anderen Dingen als ein gutes Ranking: klare Aussagen statt Andeutungen, saubere Struktur, überprüfbare Fakten, erkennbare Urheberschaft. Klassische SEO-Checklisten decken das nicht ab.

Und Empfehlungen ohne Zielgruppenwissen bleiben generisch. „Nutzenversprechen in Titel 1″ ist richtig und hilft trotzdem nicht weiter, solange unklar ist, wer da eigentlich sucht und was diese Person überzeugt.

Wo tellmio ansetzt

tellmio ist kein weiteres Dashboard. Es ist eine Sammlung von Missionen – abgegrenzten Analyseaufträgen, die jeweils eine konkrete Frage beantworten und einen fertigen Bericht mit priorisierten Maßnahmen liefern.

tellmio - zwei Kampagnen Missionen

Mehrere Datenquellen in einer Analyse. Eine Mission zieht sich zusammen, was sie braucht: Google Ads, GA4, Search Console, Google Tag Manager und den Inhalt der Landingpage. Der Anzeigengruppen-Check zum Beispiel holt Keywords, die tatsächlichen Suchbegriffe, die aktiven Anzeigen und den Text der beworbenen Seite – und beurteilt dann, ob das zusammenpasst. Fehlt eine optionale Quelle, bricht die Analyse nicht ab; sie weist im Bericht aus, welche Aussagen deshalb nicht belastbar sind.

tellmio - Personas

Buyer Personas als Kontext. Pro Projekt lassen sich bis zu drei Personas anlegen: Wunschkunde, berufliche Situation, Ziele, Hindernisse, bevorzugte Informationsquellen, Entscheidungstyp. Man beantwortet ein paar kurze Fragen, die KI ergänzt den Rest aus der Website und man korrigiert nach wenn nötig. Beim Start einer Mission wählt man aus, für welche Personas sie rechnen soll. Das verändert die Empfehlungen spürbar – Anzeigentexte für eine zögerliche Erstkäuferin sehen anders aus als für einen Einkäufer, der drei Anbieter vergleicht.

Berichte, die dort ankommen, wo gearbeitet wird. Ergebnis ist ein Bericht als Markdown oder PDF, ausgeliefert per E-Mail, in einen eigenen S3-Bucket, nach Google Drive, Dropbox oder Slack.

Aktueller Stand

Das Fundament steht und läuft:

  • Projekte und Google-Anbindung – Verbindung zu Google Ads, GA4 und Search Console über OAuth2, Verwaltung mehrerer Projekte pro Team.
  • Dashboards für Google Ads (12 Kennzahlen mit Periodenvergleich und Trendverlauf) und für SEO/GEO.
  • Missionen im Einsatz, unter anderem Konto-Audit, Kampagnen-Performance-Bericht, Anzeigengruppen-Check, Kampagnen- und Anzeigengruppen-Planung sowie technischer und inhaltlicher Seiten-Audit.
  • Buyer Personas inklusive Einbindung in die ersten Missionen.
  • Abrechnung über Credits mit Zahlung via Mollie, Rechnungen als PDF.
  • Auslieferung der Berichte an alle fünf Zielarten (E-Mail, S3, Google Drive, Dropbox, Slack).
  • Website-Inhaberschaftsprüfung: Missionen, die Seiteninhalte lesen, starten erst, wenn die Domain nachweislich dem Kunden gehört – über die Search Console, ein Meta-Tag oder eine Datei.
  • Kostenloses Werkzeug ohne Registrierung: ein Generator für Responsive-Search-Ad-Texte auf Basis einer Landingpage.

Technisch: Laravel mit zwei getrennten Oberflächen für Kunden und Betrieb, PostgreSQL, n8n für einen Teil der Workflows, verschiedene Sprachmodelle über OpenRouter – je Mission konfigurierbar.

Was noch fehlt

Weitere Missionen. Der geplante Startumfang ist deutlich größer als das, was heute freigeschaltet ist: Quality-Score-Analyse, Impression Share, Suchbegriff-Report, Conversion-Tracking-Check, Keyword-Recherche, ausschließende Keywords, Ranking-Analyse und Low-Hanging-Fruits. Ein Teil ist fertig und wartet auf den Test, ein Teil ist noch Spezifikation.

Schnellberichte. Nicht jede Frage rechtfertigt eine vollständige Mission. Geplant sind kurze Auswertungen für den schnellen Blick zwischendurch.

Fehlerbereinigung. Der unspektakulärste und wichtigste Punkt. Bei Analysen, die von fremden APIs, fremden Datenqualitäten und Sprachmodellen abhängen, entstehen Fehler nicht im Normalfall, sondern in den Rändern: leere Zeiträume, gelöschte Kampagnen, abgelaufene Tokens, Seiten hinter einem Cookie-Banner. Diese Fälle sauber abzufangen, kostet mehr Zeit als das eigentliche Feature.

Blog-Bereich auf tellmio.app. Für Erklärstücke zu den Analysen selbst – was eine Kennzahl aussagt, wo die typischen Fehlinterpretationen liegen.

Standardzugriff auf die Google Ads API. Aktuell läuft tellmio mit Basiszugriff und einem Limit von 15.000 API-Operationen pro Tag. Das reicht in der Entwicklung, nicht im Regelbetrieb – eine Mission besteht aus mehreren Abfragen, und die Zahl multipliziert sich mit Kunden und Missionen. Der Antrag auf Standardzugriff ist der nächste größere Schritt. tellmio wird dabei als reines Reporting-Tool eingestuft: Es liest Kontodaten, schreibt aber nichts zurück. Die Prüfung dauert erfahrungsgemäß rund zwei Wochen.

Was Sie davon haben

Wenn Sie Google-Ads-Konten oder Websites betreuen und die Analyse regelmäßig aufschieben, weil der Tag zu kurz ist, ist tellmio genau dafür gebaut. Der RSA-Anzeigentext-Generator ist ohne Registrierung nutzbar – ein realistischer erster Eindruck davon, was die Auswertung von Landingpage-Inhalten leistet.

Für alles Weitere: lassen Sie sich auf die Warteliste setzen. Ich melde mich, sobald der nächste Schwung Missionen freigeschaltet, oder gar die Registrierung freigegeben ist.

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Heinz Duschanek
Heinz Duschanek

Heinz Duschanek hat 2003 die Online-Marketing Agentur E-Werkstatt gegründet. Da er vorher auch beim Radio gearbeitet hatte (Radio CD International, Ö1, Ö3), freut er sich jetzt ganz besonders über die Richtung, die das Online-Marketing nimmt. Denn das liefert einen Vorwand dafür, viele elektrischen Geräte und Gadgets rund um Audio und Video anzuschaffen.

Daneben interessiert sich Heinz auch für Tango Argentino, Lindy Hop, Wing-Tsun, Boxen, (Jazz-/Blues-)Gitarre. Und er betreibt den Podcast "Cabeceo - Gespräche über den Tango Argentino" (cabeceo.at) sowie den Onlineshop shop.cabeceo.at.

Das jüngste Projekt ist tellmio, eine KI-gestützte Plattform zur laufenden Optimierung von Suchmaschinen Marketing (derzeit Google Ads und SEO).

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