Google Ads Conversion Tracking einrichten – wie geht das?

Sie haben ein Google Ads Konto und schalten Anzeigen. Sie möchten Conversions auf Ihrer Website erfassen, doch Sie wissen nicht, wie das funktioniert? Dann kommen Sie bitte hier entlang.

Online werden Sie wahrscheinlich viele Artikel zu diesem Thema finden, doch schon bald wird Ihnen der Kopf rauchen. Denn das Thema „Conversion Tracking“ ist heiß – und ziemlich undurchschaubar. Wir bringen Licht ins Dunkel und zeigen Ihnen verschiedene Möglichkeiten, wie Sie (sogar auch ohne Programmierkenntnisse) Google Ads Conversions auf Ihrer Website einrichten.

Co-Autor: Heinz Duschanek
Letzte Aktualisierung: 2021-11-20

Inhaltsverzeichnis

Die Website ist online – was nun?

Foto von Jeremy Yap, Unsplash
Photo by Jeremy Yap on Unsplash

Unzählige Stunden sind vergangen, viele Liter Kaffee sind geflossen, bis Ihre brandneue Website endlich online gegangen ist. Jetzt erstrahlt sie in hellem Glanz und zieht tausende Kunden magisch an. Schon bald müssen Sie neue Türen kaufen, weil die vorhandenen bereits von der vielen Kundschaft eingerannt worden sind. Oder doch nicht?

Wer eine Website hat, verspricht sich Verkäufe. Doch nicht immer führt ein neuer Online-Auftritt automatisch zu mehr Umsatz. Unter anderem muss die Website erst beworben werden – beispielsweise mittels Google Ads. Doch woher weiß ich, ob die Anzeigen bei Google auch wirklich etwas bringen?

Conversion Tracking: sehen, ob Werbung wirkt

Anhand von Conversion Tracking können wir ermitteln, ob unsere Werbung bei Google erfolgreich ist. Egal ob Sie Produkte verkaufen, Anmeldungen zu einem Event brauchen oder mehr Newsletter-Empfänger möchten. Mit Conversion Tracking können Sie sehen, welche Anzeige funktioniert und mit welchen Keywords oder Anzeigentexten Sie nur Geld verbrennen. So können Sie richtig reagieren und Ihre Ads Ausgaben optimieren.

Was sind Conversions?

Eine Conversion entsteht, wenn der/die Website-Besucher/in eine bestimmte Handlung auf der Website ausführt, die dazu führt, dass aus der fremden Person (bald) ein Kontakt oder Kundschaft wird.

Dazu zählen:

  • Der Klick auf eine Email-Adresse oder Telefonnummer
  • Die Anmeldung zum Newsletter
  • Ein Download (z.B. e-Book etc.)
  • Das Ausfüllen und Absenden eines Formulars (bzw. das Sehen der abschließenden Danke-Seite)
  • Ein Produkt in den Einkaufskorb legen
  • Eine Bestellung tätigen

Es gibt auch sogenannte Micro-Conversions. Das sind Handlungen, die noch nicht unbedingt zu einer baldigen Zielerreichung führen müssen, aber ein gewisses Interesse zeichnet sich ab. Dazu zählen beispielsweise:

  • Das Lesen eines langen Artikels (wie etwa diesen hier)
  • Das Einbringen eines Kommentars
  • Ein Video starten

Danke-Seiten

Eine der häufigsten Methoden ist die Verfolgung von Kontaktformularen mittels einer „Danke-Seite“.

Warum eine Danke-Seite? Eine Danke-Seite ist jene Seite, die aufgerufen wird, wenn ein Formular versendet wurde. Jemand klickt auf Ihre Google Ads Anzeige, gelangt auf Ihre Website und füllt dort ein Formular aus. Nach dem erfolgreichen Absenden erscheint eine Danke-Seite. Beispiele für Danke-Seiten sind: „Danke für die Anmeldung zum Newsletter“ oder „Danke für Ihre Anfrage“. Üblicherweise haben Danke-Seiten eine Adresse (URL), in der das Wort »danke« oder »vielen-dank« enthalten ist (z.B.: www.meinewebsite.at/kontakt/danke/).

Wenn also die Danke-Seite jemandem gezeigt wird, dann muss diese Person zuvor das Formular erfolgreich ausgefüllt und abgesendet haben. Denn die Danke-Seite ist grundsätzlich „versteckt“, kann also nur über das Formular erreicht werden. Sehen Sie in der Dokumentation Ihres Fomular-Plugins (bei Nutzung von WordPress) nach, wie Sie eine solche Weiterleitung auf diese Danke-Seite einrichten können. Eruieren Sie auch, wie Sie diese Seite aus dem Index von Suchmaschinen heraushalten können (Hinweis: meta tag robots mit content=«noindex«).

Möchten Sie auf Ihrer Website nicht nur die Conversions auf Ihrer Danke-Seite tracken, sondern auch wissen, ob Besucher auf einen bestimmten Link geklickt haben? Beispielsweise auf eine Telefonnummer oder eine Mail-Adresse? Oder möchten Sie Klicks auf Schaltflächen/Buttons wie „Jetzt anmelden“ als Conversions erfassen?

Dann wird es kompliziert! Ja, Sie seufzen jetzt zu Recht. Google selbst liefert dazu eine Anleitung, doch wahrscheinlich werden Sie sich da nicht durchkämpfen wollen.

Falls Ihnen das Messen von Conversions auf einer eigenen „Danke-Seite“ zu wenig ist, und Sie auch andere Ereignisse messen wollen, ist der Einsatz des Google Tag Managers (s.u.) die derzeit wohl einfachste Lösung.

So ein Tag, so wunderschön wie dieses

Nein, wir haben uns jetzt nicht verschrieben.

In der Fachsprache spricht man von „Tags“ [ˈtæg], die in die Website eingebaut werden, um damit bestimmte Ereignisse messen (»tracken«) zu können. Ein Tag (n., das Tag) wird oft auch als »Zählpixel« bezeichnet, und besteht üblicherweise aus ein paar Zeile Code der Script-Sprache JavaScript. Tag-Beispiele sind der Google Analytics Tracking Code, das Facebook Pixel oder eben der Google Ads Conversion Tracking Code.

Für das Tracking von Ereignissen auf Ihrer Website benötigen Sie grundsätzlich zwei Google Ads Tracking Tags:

  • Das allgemeine Website Tag
    • Dieses Tag soll auf jeder Seite ausgeführt werden
  • Das Ereignis-Snippet
    • Dieses Tag wird nur dann ausgeführt, wenn es zu einer Conversion kam

Um generell zum Code für Google Ads Conversion Tracking Tags zu kommen, klicken Sie in Ihrem Google Ads Konto bei »Tools und Einstellungen« auf »Conversions« und fügen eine neue »Website«-Conversion hinzu.

Nehmen wir an, Sie möchten den Aufruf der Danke-Seite nach dem Absenden eines Formulars tracken. Dann empfehlen wir diese Einstellungen:

  • Kategorie: Lead-Formular senden
  • Conversion-Name: kann auch »Lead-Formular senden« bleiben
  • Wert: »Für jede Conversion denselben Wert verwenden«, etwa 10, 50 oder 100 Euro
  • Zählmethode: »Eine«
  • Attributionsmodell: am besten »Linear« oder »Positionsbasiert«

Klicken Sie dann auf die Schaltfläche »Erstellen und fortfahren«.

Sie gelangen nun zur Auswahl, wie Sie das Tag bzw. die Tags einbauen möchten. Wer eine fachkundige und hilfsbereite Person bei der Hand hat, kann einfach die mittlere Option »Tag per E-Mail senden« wählen, und alle nötigen Infos bequem dieser Person zukommen lassen. Dann auf das fertige Ergebnis warten, und sich ein entsprechendes Danke-Paket (Abendessen oder Süßigkeiten) für diese Person einfallen lassen. (Wir tun das natürlich auch, allerdings verrechnen wir den – üblicherweise geringen – Aufwand.)

Wer nicht den Google Tag Manager nutzt, klickt auf »Tag selbst einfügen«.

Die Voraussetzung für gelungenes Erfassen von Ereignissen auf der Website für Google Ads ist, dass das allgemeine Website Tag auf allen Seiten der Website eingefügt ist. Was ist das?

Dieses Tag ist die Basis für gleich mehrere Google Produkte, wie Google Analytics und Google Ads (Remarketing).

Das allgemeine Website Tag

Das allgemeine Website-Tag könnte so aussehen (wir haben die ID im Code-Beispiel geändert auf 111222333, die wird also für Sie nicht funktionieren):

<!-- Global site tag (gtag.js) - Google Ads: 111222333 -->
<script async src="https://www.googletagmanager.com/gtag/js?id=AW-111222333"></script>
<script>
  window.dataLayer = window.dataLayer || [];
  function gtag(){dataLayer.push(arguments);}
  gtag('js', new Date());

  gtag('config', 'AW-111222333');
</script>

Erstellen Sie am besten aus allen Website-Besucher/innen eine eigene Zielgruppe, dabei erhalten Sie den Code für das allgemeine Website Tag. Die Zielgruppe »Alle Website-Besucher« erstellen Sie unter Tools und Einstellungen / Zielgruppenverwaltung.

Zielgruppenquellen einrichten
Google Ads-Tag einrichten

Sie bauen diesen Code erst einmal in alle Seiten Ihrer Website ein (am besten in das Template/Theme-Vorlage Ihrer Website). Sie fügen das Tag zwischen den <head></head>-Tags auf jeder Seite Ihrer Website ein. Dies ist für die Website nur einmal erforderlich, auch wenn Sie später dann mehrere Ereignis-Aktionen erfassen möchten.

Das können Sie in WordPress etwa mit einem der folgenden Plugins durchführen:

Alternativ benutzen Sie, so wie wir auch, den Google Tag Manager dafür (siehe weiter unten), das macht das Website-Tracking ganz grundsätzlich einfacher.

Conversion Tracking Tags einbauen ohne Google Tag Manager

Google stellt in diesen Wochen einiges im Conversion Bereich von Google Ads um. Wir beschreiben daher zuerst die bisher (Stand November 2021) übliche Methode, und danach eine neue, etwas erleichterte Methode. Diese neue Methode steht allerdings noch nicht in allen Google Ads Konten zur Verfügung.

Bisherige Methode

Das Ereignis-Tag für die Danke-Seite

Google Ads stellt Ihnen unter Tools und Einstellungen / Conversions weitere Zeilen JavaScript-Code zur Verfügung für den Einbau in die Danke-Seite. Sie fügen dieses zweite Snippet, das Ereignis-Snippet, nur auf der zu erfassenden Danke-Seite am besten direkt nach dem allgemeinen Website-Tag zwischen den <head></head>-Tags ein.

<!-- Event snippet for Formular-Danke conversion page -->
<script>
  gtag('event', 'conversion', {'send_to': 'AW-111222333/0ABCDEfG11HIJKL22MNO'});
</script>

Sollte das nicht möglich sein, dann tragen Sie es in den Inhaltsbereich ein, aber natürlich so, dass es ausgeführt werden kann und nicht den Besuchern gezeigt wird (z.B. mit dem Gutenberg-Block »HTML« oder ähnlichem)!

Wenn das erledigt ist, dann bekommt Google Ads ab sofort mit, wenn jemand die Danke-Seite erreicht hat. Diese fremde Person ist also »konvertiert« zu einem Kontakt/Lead. Und Sie wissen, welche Google Ad und welches Keyword dafür verantwortlich und somit hier erfolgreich waren.

Neue Methode (Conversion-Zielvorhaben)

Das Ereignis-Tag für die Danke-Seite

In manchen Google Ads Konten steht mittlerweile eine Gruppierung von Conversion-Zielvorhaben zur Verfügung.

Ein Conversion-Zielvorhaben ist eine Überkategorie, darin können mehrere zusammenpassende Conversion-Aktionen gebündelt werden. Damit kann Google erkennen, welche Ziele für die betreffende Website am wichtigsten sind und kann so das automatische Bidding verbessern. Conversion-Aktionen stehen für bestimmte Handlungen der Website-Besucher/innen: ein Kauf, ein Download oder ein Anruf.

Diese Aktionen lassen sich in zwei Kategorien unterteilen:

  • Primäre Aktionen sollen für das Bidding eingesetzt werden.
  • Sekundäre Aktionen verwendet man nicht für Gebote.

Wenn Ihnen Conversion-Zielvorhaben bereits zur Verfügung stehen, dann gilt die folgende Anleitung.

Unter »Zusammenfassung« klicken Sie auf »+ Neue Conversion-Aktion«

Neue Conversion-Aktion
Neue Conversion-Aktion

Bei »Wählen Sie die Art von Conversions aus, die erfasst werden sollen.« klicken Sie auf »Website«.

Tragen Sie im folgenden Schirm die Adresse Ihrer Website (Homepage) ein. Das ermöglicht es Google Ads, auf der Website nach dem allgemeinen Website Tag zu suchen.

Conversion-Aktionen suchen
Conversion-Aktionen suchen

Im Fall der zu trackenden Danke-Seite können Sie nun einen entsprechenden Hinweis auf die URL der Danke-Seite geben.

Seitenaufbau als Conversion-Aktion hinzufügen
Seitenaufbau als Conversion-Aktion hinzufügen

Klicken Sie auf »Hinzufügen«, und am Ende des Schirms auf »Speichern und Fortfahren«. Wenn sich das allgemeine Website Tag bereits auf der Website befindet, sind Sie mit der Arbeit fertig. Diese neue Methode erspart Ihnen somit den Schritt, noch extra ein Ereignis-Snippet einbauen zu müssen.

Wenn sich das allgemeine Website Tag noch nicht auf der Website befindet, dann sehen Sie diese Meldung:

Kein allgemeines Website-Tag gefunden
Kein allgemeines Website-Tag gefunden

»Auf Ihrer Website wurde kein allgemeines Website-Tag gefunden. Es ist jedoch zur Conversion-Messung unentbehrlich. Falls es ganz sicher vorhanden ist, prüfen Sie den Code noch einmal oder verwenden Sie den Tag Assistant zur Fehlerbehebung. Folgen Sie andernfalls der Anleitung unten.«

Google Ads Meldung

Kopieren Sie nun den Code unter Allgemeines Website-Tag kopieren und auf der Website einfügen, und fügen ihn – bei WordPress-Websites etwa mit einer der weiter oben beschriebenen Methoden – in Ihre Website ein.

Die Liste der Conversions kann nun folgendes zeigen:

Liste an Conversion-Aktionen
Liste an Conversion-Aktionen

Sie sehen unter Aktionsoptimierung den Begriff Primäre Zahlungsmethode. Das ist eine falsche Übersetzung in deutschsprachigen Google Ads Konten für das Wort Primary, wie es in englischen Google Ads Konten zu lesen ist. Besser wäre die Übersetzung mit Primäre Aktion.

Damit gibt man an, ob diese Art von Conversions für die automatisierte Gebotsoptimierung herangezogen werden soll, oder nicht. Im Fall der Erfassung von Lead-Formularen ist die Einstellung als Primäre Aktion empfehlenswert, da Sie höchstwahrscheinlich diese Conversion mit Hilfe von Google Ads verstärken wollen.

Optimierungsmöglichkeiten für Conversion-Aktionen
Optimierungsmöglichkeiten für Conversion-Aktionen

Wenn Sie eine angelegte Conversion-Aktion löschen möchten, dann klicken Sie in der Liste der Conversionen-Aktionen rechts auf den Link Alle Conversion-Aktionen anzeigen. Sie erhalten nun die Liste in einer Form, in der Sie Conversion-Aktionen wieder entfernen können.

Conversion-Aktion entfernen
Conversion-Aktion entfernen

Conversion Tracking mit Hilfe des Plugins »Tracking Code Manager«

Falls Sie den Code nicht selbst einfügen möchten, und auch keine Programmierer damit beauftragen wollen, gibt es für WordPress-Nutzer ein kostenloses WordPress Plugin. Mit dem „Tracking Code Manager“ können Sie Tracking Codes selbst verwalten.

Eine (englische) Anleitung dafür finden Sie hier.

Conversions als Zielvorhaben in Google Universal Analytics einrichten und importieren

Ein alternativer Weg, Google Ads-Konvertierungen auf einer WordPress-Seite zu verfolgen, ist die Verwendung von Google Analytics-Zielen. Dafür muss das Google Analytics Konto mit dem Google Ads Konto verbunden sein.

Wie Sie Zielvorhaben in Analytics (in Universal Analytics, also dem Google Analytics vor Google Analytics 4) einrichten, erfahren Sie in diesem Artikel:

https://www.drweb.de/google-analytics-fuer-einsteiger-teil-4/

Dann erfolgt die Übernahme von Google Analytics Zielvorhaben in Google Ads:

  • Richten Sie Zielvorhaben in Google Analytics ein
  • Verknüpfen Sie Ihr Google Ads Konto mit dem Google Analytics Konto
  • Importieren Sie unter »Conversions« / »Import« die wichtigen Google Analytics Ziele ins Ads-Konto.

Conversion Tracking mit Universal Analytics (ohne Google Tag Manager)

Das Tracken von Klicks auf Telefonnummer- oder Email-Links gestaltet sich noch recht einfach. Naja, nicht ganz.

Sie ergänzen sämtliche solcher Links um ein onClick-Attribut im HTML-Befehl des Links.

Allgemein sieht das Event Code-Schnipsel so aus:

onClick="gtag('send', 'event', 'eventKATEGORIE', 'eventAKTION','eventLABEL', eventWERT);"

Beispiel Email-Adresse: 

<a href="mailto:office@meinedomain.de" onclick="gtag('send', 'event', 'Kontakt', 'Email', 'office@meinedomain.de', 10);">office@meinedomain.de</a>

Beispiel Telefonnummer: 

<a href="tel:+49555123456789" onclick="gtag('send', 'event', 'Kontakt', 'Anruf', '+49 555 123456789', 10);">+49 555 123456789</a></pre>

Falls das nicht klappt, können Sie es auch mit einer leicht erweiterten Variante versuchen. Beispiel Email-Adresse:

<a href="mailto:office@meinedomain.de" onclick="ga('create', 'UA-123456789-1'); gtag('send', 'event', 'mailto', 'mailto:office@meinedomain.de', 'office@meinedomain.de' ,30);">office@meinedomain.de</a>

Schwieriger wird das dann beim Erfassen von erfolgreichen Absendungen von Formularen. Da empfiehlt sich der Einsatz des kostenlos nutzbaren Google Tag Managers.

Conversion Tracking mit Hilfe von Google Tag Manager

Im Google Tag Manager (GTM) können Sie Tags für Ihre Website erstellen und aktualisieren – ganz ohne IT-Expertise. Ein Tag wird immer erst durch einen Trigger (auslösendes Ereignis) ausgelöst. Und Trigger kann vieles sein:

  • Ansehen einer Seite (»Page View«)
  • Klick auf einen Link
  • Klick auf eine Mail-Adresse
  • Klick auf eine Telefonnummer
  • Starten eines Videos
  • Klick auf ein Bild
  • Absenden eines Formulars
  • Klick auf einen Button
  • … und vieles mehr

Sie müssen dabei einmalig den Tracking Code des Google Tag Manager Containers in Ihre Website so einbauen, dass er auf jeder Seite wirksam ist (also ins Template bei Content Management Systemen). Dann füttern Sie Ihre Website mit den gewünschten Tracking Codes (Google Analytics, Google Ads, Facebook, Bing, Hotjar, Mixpanel, etc.) nur mehr im Google Tag Manager, Ihre Website müssen Sie dafür nicht mehr angreifen. Das klingt doch jetzt schon viel besser, oder?

GTM für Ads

WordPress Nutzer/innen haben’s einfach. Die setzen das Plugin Google Tag Manager von Thomas Geiger (alias DuracellTomi) ein, und müssen sich nicht mit dem Code-Einbau herumschlagen. Dort finden Sie übrigens auch die Option für woocommerce Tracking vor.

Im Folgenden streifen wir nur kurz über die Google Tag Manager Aktionen, die Sie vornehmen können. Dieser Beitrag ist schon lang genug.

Das allgemeine Website-Tag

Legen Sie eine Remarketing Zielgruppe an mithilfe der Tag-Vorlage »Google Ads-Remarketing«. Dieses Tag soll auf jeder Seite der Website ausgelöst werden (Trigger »All Pages«)

Conversion-Verknüpfung

Mit dem Tag „Conversion-Verknüpfung“ wird die Messung von Klickdaten unterstützt, damit Conversions effektiv erfasst werden können. Sie sollten das Tag auf jeder Seite implementieren, auf die Besucher gelangen, wenn sie auf eine Anzeige klicken (am beten generell auf jeder Seite).

Das Ereignis-Tracking

Mit dem Tag »Google Ads-Conversion-Tracking« fügen Sie nun die ereignis-spezifischen Tags ein, die mit passenden Triggern gefeuert werden. Diese Trigger müssen Sie zwar selbst erstellen, aber schwierig ist das nicht. Anleitungen dafür finden Sie u.a. auf YouTube.

Google selbst hat dazu ein (englisches) Erklärvideo erstellt: Creating a Google Ads Tag & Conversion Linker in Google Tag Manager

Und bei Woocommerce-Onlineshops?

Im Prinzip ist das nicht viel anders, als beim oben erwähnten Tracking einer Danke-Seite. Sie müssen zusätzlich zum allgemeinen Website Tag auch ein Ereignis-Tag in die »Danke«-Seite einbauen, dieses Snippet benötigt allerdings zusätzliche Informationen.

Im Fall von Woocommerce lautet die URL der »Danke«-Seite (wenn Sie nichts daran ändern in den Shop Einstellungen) am Ende (das ist der sogenannte Permalink):

/order-received/ 

Nur in der Seite mit diesem Permalink sollte das folgende Ereignis-Snippet enthalten sein:

<!-- Event snippet for Kauf conversion page -->
<script>
  gtag('event', 'conversion', {
      'send_to': 'AW-111222333/abCD1234EFGhi5678',
      'value': 100.0,
      'currency': 'EUR',
      'transaction_id': ''
  });
</script>

Die Werte unter »send to« werden in Ihrem Fall natürlich anders aussehen. Die Schwierigkeit ist allerdings auch die korrekten Werte unter den anderen Parametern, value und transaction_id, automatisiert einzutragen, denn damit steht und fällt das Ecommerce Conversion Tracking.

Unter value benötigt Google Ads den Umsatz der jeweiligen Bestellung, und unter transaction_id sollte sich die Bestellnummer befinden.

Um das zu erreichen, haben Sie mehrere Möglichkeiten:

Diese Anleitung erklärt den Vorgang unter Nutzung des Plugins Tracking Code Manager:
https://kinsta.com/de/blog/conversion-tracking/#wie-man-google-adwords-conversion-tracking-in-woocommerce-einrichtet

Fazit

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um Google Ads Conversions zu verfolgen. Zu den häufigsten zählt die Einrichtung eines Tracking-Codes auf der „Danke-Seite“. Wollen Sie jedoch auch Klicks auf Links wie z.B. auf eine Email-Adresse oder Telefonnummer oder das Ansehen eines Videos nachverfolgen, so ist der Google Tag Manager eine geeignetes Tool: Tags und Trigger lassen sich relativ rasch und ohne Programmierkenntnisse erstellen.

Sollten Sie Unterstützung bei der Einrichtung von Google Ads Conversions benötigen, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren!

Standardbild
Natalie Eichinger

3 Kommentare

    • Nicht einfach, weil es ja etwas auf der Website geben muss, dass das dataLayer-Objekt mit den nötigen Infos befüllen muss. Das Plugin von Thomas Geiger macht das (man kann es auch so einrichten, dass es sich nur um den dataLayer kümmert, und den Rest mit dem GTM-Container-Code macht man eben selbst). Es gibt auch Alternativen, aber da finde ich das Geiger-Plugin zuverlässiger und simpler in der Nutzung.

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