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AdWords neu im Februar 2016

23 Feb. 2016 | Geschrieben von

Eher still und heimlich hat Google eine wesentliche Änderung auf den Suchergebnisseiten eingeführt (23.02.2016). Es gibt in der rechten Seitenspalte keine Anzeigen mehr, abgesehen von „Anzeigen mit Produktinformationen“. Dafür hält Google vor allem bei Suchen mit „eindeutig kommerziellem Charakter“ gleich vier Werbeplätze frei oberhalb der organischen Ergebnisse ein. Und am Seitenende gibt es weitere drei Werbeplätze.

 

Die Nutzer der Google-Suche mag es freuen. Angeblich klickt ja eh niemand auf AdWords-Anzeigen. Den Werbungen auszuweichen wird jetzt aber etwas schwieriger. Unter Umständen sieht man auf kleineren Bildschirmen ohne zu Scrollen keinen organischen Treffer mehr („above the fold“), sondern nur mehr Werbelinks.

Was wird das für Werbetreibende bedeuten?

  • Weniger Werbeplätze (jetzt nur mehr 7 statt mehr als 11 früher) bedeutet höhere Werbekosten. Die CPCs werden steigen, wenn sich viele Werbetreibende um wenige Plätze streiten.
  • Die Qualität der Werbungen wird zunehmen. Denn um die Kosten halbwegs im Griff zu haben, und einen sinnvollen Return on Investment zu erleben, wird es nötig sein, den Qualitätsfaktor so hoch wie möglich zu halten (zwischen 7 und 10).
  • Die Klickrate wird ansteigen. Nutzer klicken einfach gerne auf die ersten Treffer in der Ergebnisseiten von Suchmaschinen.
  • Kleinere Unternehmen, die bisher von günstigen Klicks auf Werbungen profitiert haben, werden sich von AdWords Such-Kampagnen zurückziehen. Die Kosten sind zu hoch, und das Knowhow für qualitativ hochwertige Kampagnen fehlt. Alternativen sind: Facebook Ads, und Display-Kampagnen bei AdWords. Bing kann aufgrund der geringen Nutzung in Österreich kaum als ernste Alternative angesehen werden. Oder die AdWords-Betreuung wird ausgelagert.
  • Online-Shops werden sich nun mit dem Google Merchant Center auseinandersetzen müssen, damit sie „Anzeigen mit Produktinformationen“ (Product Listing Ads) schalten können.
  • SEO (Suchmaschinenoptimierung) wird weiter an Bedeutung gewinnen. Um für kritische Begriffe auf Platz 1 im organischen Ranking zu liegen, werden Unternehmen einiges an Aufwand investieren.

Ich vermute: die Zahl der Impressionen bei Suchkampagnen wird erst einmal sinken. Denn es werden wohl nicht immer nur die selben 4 Werbetreibenden bei der Platzzuteilung für einen Suchbegriff berücksichtigt, sondern Google wird stärker variieren.

Fazit

Ob die zu erwartenden höheren Klickkosten aufgrund von ebenfalls zu erwartenden höheren Klickraten weggesteckt werden können, das kann man nicht vorhersagen. Möglich ist es.

Um wirtschaftlich erfolgreich mit AdWords zu sein, muss man sich jetzt noch mehr mit dem Google Tool beschäftigen. Oder man wendet sich an uns, und wir unterstützen mit unserem AdWords Knowhow.

Auf allen Anzeigeplätzen können jetzt auch Anzeigeerweiterungen erscheinen (Telefon, Sitelink, Call Out, etc.).

Update 25.02.2016

Eine Untersuchung von SearchEngineLand zeigt, dass bei zwei Drittel aller Suchanfragen nicht gleich vier Anzeigen an Top-Position erscheinen. Damit sind die ersten organischen Treffer auch besser sichtbar.

Zum anderen scheint Platz 3 bei AdWords-Anzeigen der große Gewinner zu sein. Die Klickraten bei Werbungen auf Platz 3 sollen sich teilweise mehr als verdoppelt haben. Und auch die Klickraten bei „Anzeigen mit Produktinformationen“ in der rechten Spalte, die dort nun alleine stehen, soll sich erhöht haben.

Insgesamt zeigen sich bei den diversen AdWords-Parametern (Klicks, Impressionen, CPCs, etc.) im Durchschnitt aber noch keine deutlichen Änderungen im Vergleich zu den früheren Suchergebnisseiten.

Update 03.03.2016

Google Mitarbeiter Matt Lawson gibt in seinem Gastbeitrag auf SearchEngineLand Entwarnung. Für kleinere Werbetreibende habe sich bisher nichts bezüglich Klickzahl signifikant geändert (was wir auch bestätigen können). Aber man müsse halt regelmäßig das AdWords-Konto beobachten, was wir für unsere Kunden natürlich tun.


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