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Neues Buch: WordPress-Themes entwickeln

Neues Buch: WordPress-Themes entwickeln

16 Jan. 2014 | Geschrieben von

Wer Website sagt, sagt immer öfter auch WordPress. Das Blogsystem hat sich mittlerweile zu einer ernsthaften Konkurrenz für die klassischen Content Management Systeme Joomla, Typo3 und Co. gemausert. Eine Ursache dafür dürfte neben der vergleichsweise einfachen Bedienung auch die Vielzahl an fertigen, hochprofessionellen Themes sein, die zur Verfügung stehen. Doch was ist, wenn man einmal etwas mehr will? Das ganz individuelle Theme erstellen will?

Es muss ja nicht immer gleich die Erstellung eines kompletten Themes sein, es gibt auch so genug technische Fragen zu WordPress-Konzepten, deren Verständnis die Entwicklungsarbeit erleichtert. Freundlicherweise dachte sich das auch der WordPress-Spezialist Gino Cremer, und bietet gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Adrian Lambertz eine angenehm lesbare Wissenssammlung rund um WordPress Themes und deren technischen Hintergrund an. Erschienen ist das Buch im Franzis-Verlag.

„Da Sie diese Buch in Händen halten, ist davon auszugehen, dass Sie sich kein 08/15-Theme von der Stange wünschen, sondern selbst Hand anlegen möchten, um Ihre Website mit einem eigens programmierten Theme zu erstellen.“ (Die Autoren)

Es geht auch so, aber anders geht es auch

Wordpress-Themes entwickeln

WordPress-Themes entwickeln

Den Beginn des Buchs macht erst einmal ein PHP Crashkurs, denn an der Programmiersprache PHP kommt der WordPress-Entwickler einfach nicht vorbei.

Die darauf folgenden Kapitel beschäftigt sich mit dem Aufbau und der Struktur von WordPress-Themes, dem berühmten WordPress-Loop, und der Erstellung von Child Themes. Diese dienen dazu, weitgehende Änderungen an bereits existierenden Themes vornehmen zu können, ohne dass die individuellen Anpassungen bei einer Aktualisierung des Haupt-Themes verloren gehen. Abgerundet wird das Kapitel mit einer Erklärung von Blank Themes, die als Basis bei der raschen Erstellung eigener Themes dienen können, und der Vorstellung der beiden stark genutzten Frameworks Xtreme-One und Genesis.

Nach soviel Theorie (aber immer unterhaltsam geschrieben) geht es ab Kapitel 4 an die Arbeit. Basierend auf der weithin bekannten HTML Vorlage HTML5 Boilerplate bzw. Initializr als hilfreichem Online-Tool nehmen die Autoren die Leser bei der zaghaft tippenden Hand, und bauen ein gar nicht so einfaches Theme von Null weg auf.  Darf’s noch ein wenig anspruchsvoller sein? Ja, auch Hooks, Shortcodes und die Datei functions.php, das Gehirn eines WordPress-Themes, werden ausreichend behandelt.

Schnipp, Schnapp, Schnippsel

Wer an der kompletten Erstellung eines eigenen Themes kein Interesse hat, aber einfach wissen will, wie man beispielsweise zusätzliche Widget-Bereiche oder zusätzliche Menü-Plätze in ein Theme einbauen kann, ist mit dem vorliegenden Buch bestens bedient. Selbstverständlich lassen sich alle diese Informationen auch mit diversen Fachartikeln im Internet zusammentragen, aber die kompakte Zusammenstellung der Erklärungen und Anleitungen stellen doch eine enorme Zeitersparnis dar.

Dazu zählen auch die vielen Code-Schnippsel, die die Autoren im Kapitel 8 anbieten:

  • Shortcodes in Textwidgets ausführen
  • Dokumente aller Art innerhalb des Contents anzeigen
  • YouTube-Thumbnail eines Videos anzeigen
  • Das Ende und die Länge von Auszügen (the_excerpt) anpassen
  • Unter den Artikeln „Ähnliche Beiträge“ anzeigen
  • QR-Code in der Druckversion hinzufügen
  • und etliches mehr

Schließlich gehen die Autoren auch noch auf Seitentypen, Taxonomien und benutzerdefinierte Felder ein. Und natürlich auch darauf, wie man ein Theme testen und validieren kann.

Unser Fazit 

Wer sich eher mit redaktionellen Aufgaben bei WordPress bzw. der Konfiguration beschäftigen will, dem sei das WordPress-Praxisbuch von Gino Cremer ans Herz gelegt. Wer aber mit WordPress mehr erreichen will als Theme- oder Plugin-Optionen anbieten, muss sich zwangsläufig auch mit dem technischen Hintergrund von WordPress auseinandersetzen. Wie weit das geht, hängt von den gewünschten Anpassungen ab. Wir können das Buch für diese Fälle nur empfehlen. Und da die Autoren auf fehlende Kenntnisse in der Programmiersprache PHP Rücksicht nehmen, können auch Nicht-Nerds mit dem Buch einiges anfangen. Die Lernkurve wird nur etwas steiler sein, als bei Personen mit vorhandener PHP/HTML/CSS Erfahrung.

Um gott-ähnliche WordPress Themes erstellen zu können, wie man sie auf Plattformen wie themeforest oder The Theme Foundry finden kann, braucht es allerdings leider mehr als nur WordPress-Kenntnisse. Das vorliegende Buch ist aber ein sehr gutes Startbrett für den Sprung ins kalte Wasser. Der Rest ist lebenslanges Lernen. Eh nur. 

Service

WordPress-Themes entwickeln – Struktur, Funktion und Aufbau verstehen und anwenden

Autoren: Gino Cremer, Adrian Lambertz
Verlag: Franzis Verlag GmbH
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3-645-60230-3

 


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