ewerkzeug ewerkzeug
blog

Buchtipp: Leitfaden Digital Commerce

Buchtipp: Leitfaden Digital Commerce

2 Dez. 2013 | Geschrieben von

Gerade zur Weihnachtszeit fällt es auf: wie schön ist das Shoppen in weihnachtlich beleuchteten Geschäften. Wenn man die Ware berühren kann, sich beraten lassen kann, und zwischendurch sich an heißem Kaffee, Tee oder Punsch wärmen kann. Ein stimmiges sinnliches Einkaufserlebnis.

Und es fällt auf, wie schön das Shoppen von daheim aus ist. Ein paar Klicks, ein paar Eingabefelder befüllen, eine Schaltfläche anklicken, und schon landet das bestellte Ding ein paar Tage später in der eigenen Wohnung. Ganz ohne hektischen Rummel in Einkaufsstraßen.

Der Online-Handel nimmt jedenfalls jährlich zu. Im aktuellen Jahr 2013 werden voraussichtlich Waren im Wert von 49 Milliarden Euro weltweit über das Internet bestellt. Allerdings hakt es noch bei der adäquaten Ausstattung von Online-Shops und derem Online-Marketing. Schlechte Usability, rechtlich kaum haltbare Abläufe und Beschriftungen, erratische oder nicht vorhandene crossmediale Auftritte, die dem geräteübergreifenden Verhalten von Konsumenten nicht Rechnung tragen.

Shopping goes digital

Leitfaden Digital Commerce

Leitfaden Digital Commerce

Der deutsche Online-Marketing Experte Torsten Schwarz hat sich daher wieder den Hut des Herausgebers aufgesetzt, und das Buch „Leitfaden Digital Commerce“ aufgelegt. Darin lässt er wieder Experten zu Wort kommen, die beschreiben, was sich hier ändert und worin der größte Handlungsbedarf liegt.

So beschreiben etwa Kai Hudetz und Judith Halbach das Cross-Channel-Verhalten der Konsumenten. Die in ihrem Beitrag vorgestellte ECC Köln-Studie (E-Commerce-Center Köln) verdeutlicht etwa, wie wichtig ein Online-Shop auch für den stationären Handel wurde. Denn der Anteil des Umsatzes im stationären Handel, der aufgrund von Online-Shop-Besuchen des selben Händlers zustande kam, hatte sich 2012 im Vergleich mit dem Vorjahr nahezu verdoppelt.

Gerrit Heinemann beschreibt in seinem Beitrag die wachsende Bedeutung der Smartphone-Nutzung für den Handel. Die Kunden sind jederzeit in der Lage, sich Informationen zu beschaffen: Preise, Angebote, Bewertungen, Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Als Schwierigkeit stellt sich für den Handel dabei heraus, wo in der komplexen Customer Journey der „Point of Decision“ liegt, und dass dieser sich vom „Point of Sale“ loslöst.

Weitere interessante Artikel sind u.a.:

  • Gestaltung eines Onlineshops optimieren
  • Cross-Channel-Verzahnung eines Onlineshops
  • Gewinnmaximales Suchmaschinenmarketing
  • Conversion Optimierung
  • Vertrauen als Konversionsfaktor
  • Emotional Shopping: Tipps und Anregungen

Doch bei aller Hinwendung zum Online-Geschäft: der stationäre Handel ist natürlich weder tot, noch leidet er an einer unheilbaren Krankheit. Bertold Raschkowski empfiehlt in seinem Beitrag auch den Geschäften aus Ziegel und Zement allgemeine Kennzahlen zu erfassen und auszuwerten, ganz in Anlehnung an die Analyse-Methoden der Digitalwelt: Kundenbesuchszahlen, Verweildauer im Shop, Konversionsraten. Die Technik zur Analyse sei vorhanden.

Fazit

Wie gewohnt liefert Thorsten Schwarz mit dem aktuellen Leitfaden ein Standardwerk ab, das einen guten Überblick zum Stand der digitalen Marketing-Dinge für den Handel bietet. Zahlreiche Beispiele und Case Studies runden ein Werk ab, das jeder Onlineshop-Betreiber auf der Suche nach Optimierungspotential und neuen Ideen zumindest durchschmökern sollte.

Zum Schluß der Appell von Torsten Schwarz persönlich, wie sich Onlinehändler nachhaltig vom Wettbewerb differenzieren können:

  • Nur Produkte aufnehmen, von denen man selbst überzeugt ist
  • Einen angenehm und bequem zu nutzenden Onlineshop anbieten
  • Umfassende Produktinformation – lobende wie kritische – online stellen 

Service

„Leitfaden Digital Commerce“
Torsten Schwarz
384 Seiten
34,90 Euro
Verlag: marketing-BÖRSE GmbH
ISBN: 978-3-943666-05-2 


Tags:

1 Kommentar

  • Keyvan schreibt:

    Natürlich soll ein Onlineshop „angenehm und bequem“ zu bedienen sein, denn mit nur einem Klick ist der User wieder verschwunden und man hinterlässt nichts außer Frust beim potentiellen Kunden. Die Produktinformationen sollten ehrlich sein. Immer öfter werden Gratisprodukte an Tester/innen versendet, denen es dann schwer fällt das Geschenk kritisch zu begutachten und zu bewerten. Schlussendlich sollten wohl doch auch Produkte aufgenommen werden, die einem persönlich nicht zu 100% entsprechen, denn Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 
nach oben