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Übertriebene Werbeansprache ein No Go für Kunden

Übertriebene Werbeansprache ein No Go für Kunden

17 Jan. 2013 | Geschrieben von

Eine aktuelle Studie des E-Mail Marketing Providers Emailvision zeigt (die Studie ist leider nicht mehr online zugänglich), was eigentlich eh allen klar ist. Zumindest solange man es aus Sicht der Kunden betrachtet. Laut der Umfrage (unter rund 2000 erwachsenen Personen in Großbritannien) würden 75 Prozent der Verbraucher eine Marke aufgrund zu vieler E-Mail-Benachrichtigungen ablehnen, für 71 Prozent hätten unerwünschte E-Mails einen negativen Effekt. Auch wenn es sich um eine beliebte Marke handelt: eine inkorrekte Wiedergabe von Namen (50 Prozent) sowie eine falsche Geschlechterzuweisung (40 Prozent) führen zu einer negativen Haltung gegenüber der Marke.

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Weiters zeigte die Umfrage, dass nur 28% der erwachsenen Online-Nutzer bereit wären, ihren Namen mitzuteilen, 37% ihr Alter und 38% ihr Geschlecht, um im Gegenzug besser auf sie zugeschnittene Angebote zu erhalten. Nur 8% der Befragten würden ihre persönlichen Daten gerne online weitergeben und für eine individuelle Ansprache sogar ihre Unterwäschegröße verraten.

„Wenn [Kunden] von der einen Marke nicht die richtigen Angebote und Mehrwerte in der richtigen Form erhalten, wechseln sie einfach zu einer anderen Marke“, ergänzt Tim Watson, E-Mail-Marketing Berater bei Zettasphere. „Der Schlüssel zum Erfolg liegt für Werbetreibende nicht im Inhalt, sondern viel mehr in der intelligenten Nutzung der
gesammelten Kundendaten. Folgendes Beispiel zeigt dies deutlich: Wenn man ein passendes Geschenk für einen guten Freund aussucht, sind die persönlichen Informationen (Daten), die man über ihn hat, der Ausgangspunkt für eine erfolgreiche Suche. Nachdem man sich Gedanken über die Person und ihre Vorlieben gemacht hat, beginnt man die Suche nach dem passenden Geschenk (Inhalt) in dem vorher durch die Daten bestimmten Bereich.“

Wie kann nun das Vertrauen zwischen Kunden und Unternehmen gestärkt werden? Dazu hat Emailvision diese Handlungsanleitungen zusammengestellt:

Nutzung von „Customer Intelligence“ Technologie

Im Grunde kann jede Aktion von Kunden (Suche auf der Website, Mail-Öffnung, Klicken von Links, Tweets schreiben, etc.) zur Sammlung wertvoller Informationen genutzt werden. Eine neue Generation von Software unterstützt Marketing Manager dabei, Marketing zu betreiben, das auf Kundenprofilen und/oder vergangenen Interaktionen mit der Marke basiert. 

Kunden kennenlernen

Kunde sind Individuen. Es gilt eine persönliche und direkte Beziehung zu ihnen aufzubauen. Mit der Entwicklung von gezielten Nachrichten können Online-Marken ihre Kunden mit ihrem Wissen überzeugen. Durch diesen persönlichen Touch können Unternehmen relevanter und ansprechender kommunizieren. 

Kundenmotivation

Mit Hilfe von Wettbewerben und Sparangeboten können Kunden davon überzeugt werden, ihre Daten doch weiterzugeben. 

Headline und Betreffzeile der E-Mail

Der Kunde soll angesprochen werden durch eine gelungenen Call to Action. Eine mitreißende Sprache, Spannungsaufbau, und veranschaulichen, was die Marke so besonders macht. Diese Aufforderung sollte in der Überschrift enthalten sein und im Text der E-Mail noch einmal hervorgehoben werden. Schließlich entscheidet die Betreffzeile entscheidet darüber, ob die Mail geöffnet wird oder nicht.

Angebote passend gestalten

Früheres Kaufverhalten und Informationen, die der Kunde bislang weitergegeben hat, können zur Entwicklung von zielgerichteten Kampagnen benutzt werden. Personalisierte Angebote können den Unterschied ausmachen zwischen einem Klick und einem Verkauf.

 


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1 Kommentar

  • CPU schreibt:

    Die Zurückhaltung von Kunden ist im Zeitalter der Datensammlung über Suchmaschinen, Portale und Shops nur zu verständlich. Letztendlich weiß keiner so genau, wer und was mit seinen Daten anfängt, wie sie durch Datenabgleiche veredelt und dann verkauft werden. Die bestehenden Datenschutzerklärung vieler Anbieter tragen auch nicht gerade zur Vertrauensbildung bei. Letztendlich führen auch stark unterschiedliche, gesetzliche Regelungen in den jeweiligen Ländern zu einem (wahrscheinlich gesunden) Mißtrauen bezüglich der eigenen Datenweitergabe. Was passiert mit den Daten, wenn der Anbieter seinen Sitz z. B . nach Großbritannien oder sogar in die USA verlegt.

    Die einfachst Form der Vertrauensbildung dürfte sein, in den Datenschutzerklärungen lediglich den Satz zu vermerken, dass die Daten in keinster Weise an Dritte weitergeben und nur für eigene Zwecke verwendet werden. Eine Auswertung innerhalb des Unternehmens bzw. beim Anbieter selbst, sollte für die Mehrheit kein Problem darstellen.

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