ewerkzeug ewerkzeug
blog

Google Panda: Gegen die SEO um der SEO willen

27 Aug. 2011 | Geschrieben von

„Nutzer vor Suchmaschinen!“ Durchsetzen soll diese Leitlinie der Google Panda, der seit Mitte August auch in Deutschland und in Österreich tätig ist. Seine Hauptaufgabe: Content-Spam ausmerzen.

Bei aller Mühe um suchmaschinen-optimierte Internet-Auftritte vergessen viele Website-Betreiber, an wen sich ihre Inhalte tatsächlich wenden sollen: an die User. Google kämpft seit jeher gegen die SEO um der SEO willen, indem der Internetkonzern permanent seine Such-Algorithmen ändert. Doch ehrgeizige Optimierer passen sich schnell an und müllen die Online-Welt weiterhin mit Seiten ohne Informationsgehalt, ständig wiederkehrendem Inhalt und zu viel Werbung zu.

 

Affiliate Websites und Content-Spinning

Mit dem Panda-Update schickt uns Google ein Krafpaket, das damit Schluss machen soll. Affiliate Websites, die automatisch mit RSS-Feeds befüllt werden und Content-Spinning betreiben, brachten Google dazu, den Bären zu entwickeln. Wer also Blogartikel aus dem Internet automatisch auf seine Website importiert und Programme über die Texte laufen lässt, die einzelne Wörter mit Synonymen austauschen, sollte sich anschnallen: Seinem Google-Ranking droht der Absturz. Am besten die Website komplett überarbeiten.

Fragen als Richtlinien

Google liefert dafür Anhaltspunkte in Form von Fragen, mit denen sich die Betreiber von Websites auseinandersetzen sollen. Oliver Hauser von Levelseven hat sie ins Deutsche übersetzt:

  • Würdet ihr den in diesem Artikel enthaltenen Informationen trauen?
  • Wurde der Artikel von einem Experten oder einem sachkundigen Laien verfasst oder ist er eher oberflächlich?
  • Würdet ihr dieser Website eure Kreditkarteninformationen anvertrauen?
  • Enthält dieser Artikel Rechtschreibfehler, stilistische oder Sachfehler?
  • Entsprechen die Themen echten Interessen der Leser der Website oder werden auf der Website Inhalte generiert, mit denen ein gutes Ranking in Suchmaschinen erzielt werden soll?
  • Enthält der Artikel Originalinhalte oder -informationen, eigene Berichte, eigene Forschungsergebnisse oder eigene Analysen?
  • Hat die Seite im Vergleich zu anderen Seiten in den Suchergebnissen einen wesentlichen Wert?
  • In welchem Maße werden die Inhalte einer Qualitätskontrolle unterzogen?
  • Werden in dem Artikel unterschiedliche Standpunkte berücksichtigt?
  • Wird die Website als kompetente Quelle zu ihrem Thema anerkannt?
  • Stammen die Inhalte aus einer Massenproduktion oder von zahlreichen externen Autoren bzw. werden sie über ein großes Netzwerk von Websites verbreitet, sodass einzelnen Seiten oder Websites eher wenig Aufmerksamkeit oder Sorgfalt gewidmet wird?
  • Wurde der Artikel sorgfältig redigiert oder scheint er eher schlampig oder hastig erstellt worden zu sein?
  • Hättet ihr bei gesundheitsbezogenen Suchanfragen Vertrauen in die Informationen dieser Website?
  • Würdet ihr diese Website als kompetente Quelle erkennen, wenn sie namentlich erwähnt würde?
  • Bietet dieser Artikel eine vollständige oder umfassende Beschreibung des Themas?
  • Enthält dieser Artikel aufschlussreiche Analysen oder interessante Informationen, die nicht allgemein bekannt sind?
  • Würdet ihr diese Seite zu euren Lesezeichen hinzufügen, an Freunde weitergeben oder empfehlen?
  • Enthält dieser Artikel unverhältnismäßig viele Anzeigen, die vom eigentlichen Inhalt ablenken oder diesen beeinträchtigen?
  • Könntet ihr euch diesen Artikel in einem Printmagazin, einer Enzyklopädie oder einem Buch vorstellen?
  • Sind die Artikel kurz oder gehaltlos oder fehlen sonstige hilfreiche Details?
  • Wurden die Seiten mit großer Sorgfalt und Detailgenauigkeit oder mit geringer Detailgenauigkeit erstellt?
  • Würden sich Nutzer beschweren, wenn ihnen Seiten von dieser Website angezeigt würden?

Qualität und Usability gehen also vor. Damit verweilen die Nutzer länger auf der Website – was der Suchmaschinenposition wiederum gut tut. Zudem bestimmen Länge, Ausführlichkeit und vor allem die Einzigartigkeit eines Textes (unique Content) über ein erfolgreiches Ranking. Dabei müssen gekaufte Inhalte nicht schlecht sein. Alles zählt, was dem User nützt.

Alternativen zu Google finden

Wir empfehlen zudem, nicht alle Karten auf Google zu setzen – es gibt andere Plattformen im Web, auf die Sie bauen können: andere Suchmaschinen und Soziale Netzwerke zum Beispiel. Nützen Sie auch diese für Traffic, und bleiben Sie dabei seriös. Bricht der Hauptkanal weg, können Sie mit den anderen Kanälen zusammen womöglich genauso gut wirtschaften.

 

 


Tags: ,

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 
nach oben