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Bericht vom Wordcamp in Berlin #wcb10

Bericht vom Wordcamp in Berlin #wcb10

3 Jul. 2010 | Geschrieben von

In Berlin, im betahaus, ein Haus für collaborative working, fand am 03.07.2010 das jährliche Wordcamp (Barcamp zum Thema WordPress) statt. Und hier finden Sie meine Sessionnotizen, die ich mir während mancher Sessions machen konnte. Generell ist zu sagen, das das Niveau der Sessions sich überwiegend an Anfänger oder leicht Fortgeschrittene gewendet hat, mit Ausnahme mancher „reiner“ Technik-Sessions, die ich mir aber nicht gegeben habe. Schön war es jedenfalls, mit so manchen WordPress-Gurus sprechen zu können, wie Frank Bültge oder Dennis Morhardt.

Vladimir Simovic: WordPress und Performance Optimierung

Wichtige Tools bei der Performance-Optimierung: die Firefox Plugins firebug und yslow

Die größten Bremsen sind üblicherweise:

  1. WordPress-Sitebetreiber/-in,
  2. langsame Server,
  3. allmächtige WordPress-Themes („Themes, die Kaffee kochen können“)

Hohe User-Anforderungen

z.B. viele und fette Plugins: flattr, Facebook-like-Button, etc.

Brauche ich alles wirklich? Gibt es schlankere Alternativen?

(Schlagwort-)Wolken, Toplisten, Bilder (jpg > gif > png)

Tipp zu Bildern: verkleinern vs. Ausschnitt wählen

Allgemeine Massnahmen

Reduzierung der Anfragen: CSS-Sprites nutzen statt vieler Bilder (Navigation), Javascripte zusammenfassen, CSS-Dateien zusammenfassen

Komprimieren und besseres Cachen

Optimierung ist ein laufender Prozess!

Nicht zu viele Plugins benutzen.

Publikumsstimme (Monika Thun-Suon): Das WordPress-Backend nicht mit aktivierter Google Toolbar nutzen, denn sonst fasst Google die gesamte Website als langsam auf, was sich negativ auf SEO und Google-AdWords auswirken kann.

Zahl der Widgets und Zahl der Sidebar mittlerweile weniger bedeutend, Umsetzung wurde besser gelöst (Plugin WP-widget-cache empfohlen).

Dennis Morhardt: Buddypress – Einführung, Themen und Plugins

BuddyPress ergänzt WordPress um Social Network-Funktionalität, ist ein Plugin, einfache Integration in jedes Theme.

Quickstart mit „BP Template Pack“.

Aktueller Nachteil: BP verlangt möglicherweise Anpassung der div-Struktur des bestehenden Themas.

3 Wege zu BuddyPress-Thema:

  1. BP-Default Theme als Child Theme forken
  2. Template Pack nutzen, CSS/HTML anpassen
  3. Alles selbst produzieren

BuddyPress-„Problem“: es fehlt an fertigen Themes.

Für BuddyPress existieren über 180 Plugins und ein Dutzend Komponenten (das sind Erweiterung um große Bereiche)

Zukunft:

  • Privatsphäreneinstellungen
  • Integration „Open Stack“
  • Mehrsprachigkeit
  • Mehr Themen, einfacheres Themeing
  • Medieneinbindung

Martin Metzmacher: WordPress und SEO

Zuerst Klärung: Was ist eigentlich das Ziel? Verkaufen, bekannt machen, …

Tipps: sinnvolle Bezeichnungen wählen (Kategorien, Tags, Videos, Links, ….)

Prozess:

  • Ziel setzen
  • semantische Analyse
  • Planung der Site-Struktur
  • Was bietet die Site jetzt
  • Technik anpassen
  • Inhalt anpassen
  • und wieder von vorne

Relevante Information produzieren! Unique Content schaffen! Keinen Spam einsetzen!

Empfohlen:

  • logische Seitenstruktur (spiegelt sich in der URL wieder), „sprechende“ Permalinks, XML Sitemap einsetzen
  • eigene 404-Seiten
  • Google Analytics nutzen
  • Benutzertest
  • Google Webmaster Tools nutzen

Relativ neue Beobachtung: schnelle Websites haben bei Google starke Vorteile.

Empfohlene Themes

  • Thesis (bringt schon viele sinnvolle Funktionen mit)
  • Thematica (gute SEO-Eigenschaften)
  • TwentyTen
  • Premium Themes (nicht alle sind gut, aber deutlich mehr mit guten SEO-Eigenschaften)

Tools: SEOdoctor (Firefox-Addon): liefert SEO-Infos über gerade betrachtete Seite

neues Google-Tool: „Wonderwheel“ (Wunderrad, In der Websuche links unten) für semantisch passende Begriffe

Hilfreiche Tools: semrush.com, marketsamurai.com

Frank Bültge, Olaf Schmitz: WordPress als CMS – aber richtig?

Bültge und Schmitz arbeiten bei Inpsyde GmbH (inpsyde.de), berichten erst einmal über den üblichen Arbeitslauf bei Kundenprojekten.

Jedes Projekt sei anders, es wird nicht sofort ein üblicher Satz an Plugins in die WordPress-Installation eingesetzt. Gibt es kein passendes Plugin für ein bestimmte Funktion, dann wird das eben selbst geschrieben. Aber es gibt keine Top-Ten Plugins, sondern immer nur die, die der Kunde braucht.

Thema Sicherheit: alles, was sicherer macht, muss immer noch auch die Nutzbarkeit erhalten.

Kontaktformular: Bültge/Schmitz bevorzugen für die meisten Fälle imer noch die klassische selbst-geschriebene PHP-Variante, die wäre den meisten Plugins überlegen. Nur wenn der Kunde selbst Formulare anlegen können will, dann werden die üblichen Verdächtigen eingesetzt (cforms, contact forms 7).

SVN wird bei Inpsyde kaum eingesetzt, der administrative Aufwand wäre zu hoch.

Shops: es gäbe derzeit nur 2 Plugins, die den rechtlichen Gegebenheiten in Deutschland entsprechen würde. Meinung Bültge: für den Verkauf einiger weniger Produkte wären diese Plugins gut geeignet. Selbst verwendet Inpsyde eine interne Variante, die Dritten nicht zur Verfügung steht. Jedenfalls sei WordPress kein System, das sich als Shoplösung besonders aufdrängt.

Hinweis: ein Interview mit Frank Bültge wird in wenigen Tagen in diesem Blog veröffentlicht.

Pause

GER – ARG 4:0, herzliche Gratulation an das Siegerteam 🙂

Freie Diskussion

German Permalinks: Datei de_DE.php von www.code-styling.de wandelt Umlaute und Sonderzeichen um.

Mehrsprachigkeit: neuer Weg mit WP 3.0 (Multiuser-Installation für „getrennte“ Blogs benutzen); ansonsten Plugin WPML. Von qtranslate zeigt sich hier niemand begeistert.

Regina Heidorn: „Warum ich WordPress nicht gerne empfehle“

Regina Heidorn spricht und diskutiert ihre Schmerzen mit WordPress. Sie arbeite zwar in vielen Fällen weiterhin mit WordPress, aber es gäbe viele Gründe, warum sie WordPress nur ungern empfiehlt:

  • Pluginitis
  • WordPress zwinge XHTML auf
  • Performance Probleme
  • Prozeduraler PHP Code
  • Template mit PHP-Code durchsetzt
  • … und noch einiges mehr

Als Beispiel für ein modernes CMS bringt Regina Habari ein, ein System, das von ehemaligen WordPress-Entwicklern geschaffen wurde. Klar, dass eine heftige Diskussion entsteht.

Weitere Berichte …

… zum Wordcamp finden Sie bei

Note to myself: ein Wordcamp in Wien 2011 organisieren. Und Danke an die Organisation!


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7 Kommentare

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