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Gezwitscher allüberall? Wie wichtig ist Twitter?

Gezwitscher allüberall? Wie wichtig ist Twitter?

3 Mai. 2009 | Geschrieben von

Speziell unter den Internet-Marketing-Experten ist es längst kein Hype mehr. Wer etwas auf sich hält, der hat seinen Acount bei Twitter längst genommen, und zwitschert, was das Zeug hält („SMS“-artige Meldungen von 140 Zeichen Länge auf der Plattform Twitter verbreiten).  Aber wie wichtig kann es für ein Unternehmen nun sein, sich am Gezwitscher zu beteiligen?

Der Einzelunternehmer

Es kommt darauf an. Wer eh schon keine Zeit hat, wer maximal 5 SMS pro Monat versendet, wessen Zielgruppen und Multiplikatoren nicht auf Social Media Plattformen vertreten sind, und schon gar nicht bei Twitter, der wird’s wohl aus guten Gründen bleiben lassen.

Im anderen Fall kann sich Twitter zu einem sinnvollen Marketing Instrument entwickeln. Immer vorausgesetzt, die User, die als Follower eingetragen sind, erhalten mit den Tweets einen echten Mehrwert. Wie z.B. Hinweise auf interessante Artikel, Fotos oder Videos im Netz. Des weiteren wird man wohl über Twitter schnell Beta-Tester finden, Reaktionen zu Artikeln auf der Website einholen, und vor allem die eigene Weiterbildung enorm vorantreiben können. Immer vorausgesetzt, man folgt den entsprechenden Twitter-Accounts, die als sinnhafte Informationsverbreiter dienen.

KMU

Bei einer Firmengröße mit mehreren Mitarbeitern mag sich die Marketing Aktivität bei Twitter schon bezahlt machen. Aber unbedingt notwendig ist sie derzeit wohl nicht. Auch hier gilt: wie gut sind die verschiedenen Zielgruppen (Kunden, Partner, Journalisten, Multiplikatoren) mit fortgeschrittenem Online Marketing erreichbar, wie viel haben Sie laufend mitzuteilen, wie supportträchtig sind Ihre Produkte.

Großunternehmen

Eine Teilnahme bei Twitter ist fast schon Pflicht. Immerhin beträgt die Zahl der Nutzer von Twitter nur in den USA etwa 8 Millionen (März 2009), Tendenz explosionsartig steigend. Für Europa, oder gar Österreich sind uns leider keine Zahlen bekannt. Die Zahl der Twitter-User in Deutschland soll irgendwo zwischen 30.000 und 80.000 liegen, aber jetzt fällt mir gerade die Quelle nicht ein, woher ich das habe.

Zwar scheinen etwa 60% der Neuanmeldungen nach einem Monat das Twittern wieder aufzugeben, aber die aktive Twitter-Gemeinde darf nicht mehr vernachlässigt werden.

So eignet sich Twitter hervorragend

  • zur Beobachtung der eigenen Marke
  • als Support-Anlaufstelle
  • zur Verbreitung von News
  • zur Markenbildung generell

Es gibt großartige Beispiele etwa vom amerikanischen Telekom-Unternehmen Comcast, das die Tweets rund um den eigenen Markennamen laufend beobachtet, und im Fall von negativen Meldungen den Kontakt zu den unzufriedenen Kunden aufnimmt. Bezeichnenderweise nennt sich der Comcast-User bei Twitter comcastcares.

Dass die Markenführung aufgrund der zahlreichen und vor allem einflußreichen Social Media Plattformen aus der Hand gegeben wird, wird klassische Marketing-Profis verunsichern. Man wird sich damit aber abfinden müssen, dass sich Kunden in aller Öffentlichkeit leicht über Produkte freuen oder ärgern können. Gerade das Complaint-Management kann von Plattformen wie Twitter enorm profitieren.

Strategien

Da gibt es viele. Und mit einigen werden wir uns auf diesem Blog auch beschäftigen. Aber egal, was Sie mit Twitter vorhaben oder auch nicht vorhaben: selbst wenn Sie heute sicher sind, dass Twitter nichts für Sie ist, reservieren Sie sich am besten jetzt sofort Ihren eigenen Twitter-Account und reservieren Sie damit Ihre Marke bei Twitter.

Nichts wäre ärgerlicher, als in einigen Monaten auf den Twitter-Geschmack zu kommen, und dann auf den eigenen Markennamen verzichten zu müssen, oder ihn mit Anwaltshilfe freikämpfen zu müssen.

Auch mich gibt es auf Twitter:


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1 Kommentar

  • nordmarketing ag schreibt:

    Wer das unbedingt braucht, der soll es machen. Ich habe bisher jedenfalls noch nicht festgestellt, dass es mir fehlt. Und wenn ich meinen Kunden die Hintergründe erklärt habe – viel Zeit investieren, gute Ideen haben, etc. dann hatte sich das auch meist erledigt.

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