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Im Dienste des Content

       
 

Heinz Duschanek über die segensreiche Wirkung von Content-Management-Systemen (CMS), Teil 1

Monate später... 

Unter dem Titel „Aktuell“ befand sich auf der Homepage dieser Eintrag: „(...) lädt alle Ladies am Freitag den 2. Mai in den Gasthof (...)“. Ende August, also ganze vier Monate später, war die Einladung auf der Website eines österreichischen Hotel-Restaurants höherer Klasse immer noch zu lesen. Dann erst hat ihn eine gnädige Hand vom Web genommen.

Wer glaubt, dass es sich bei der erwähnten Website um eines der zahllosen Machwerke handelt, die im stolzen aber unbedarften Selbstbau fabriziert werden, liegt falsch. Der Online-Auftritt wurde von der EU gefördert und von einer Webagentur hervorragend umgesetzt.

   

Her mit dem Neffen! 

Im Gespräch mit Einzel- oder Kleinstunternehmern fällt auf: Viele Website-Besitzer stützen sich, was das Aktualisieren ihrer Websites betrifft, auf die Zuarbeit von Freunden, Töchtern, Söhnen, Nichten oder Neffen.

   
Immer aktuelle Preise?

Und wenn der Neffe gerade keine Lust hat, oder überhaupt das Land verlassen hat, um der lebenslangen Verpflichtung zur innerfamiliären Website-Aktualisierung zu entfliehen, dann wird der so mühsam entwickelte Webauftritt zur weiteren Ruine im Web.

Was vorher noch das Unternehmensimage gefördert oder sogar direkten Umsatz erzeugt hat, artet zur reinen Kostenfalle aus. Potentielle Gäste und Kunden werden dem Mitbewerber direkt in die offenen virtuellen Arme getrieben. Schließlich ist im Internet - es folgt nun eine steinalte Weisheit - die Konkurrenz nur einen Mausklick entfernt.

Sicher, eine private Umfrage erhebt nicht denselben Anspruch wie eine großangelegte Studie, aber der Trend dürfte stimmen. Nicht nur bei der Erstellung der Website, sondern vor allem auch bei der Contentpflege machen sich Österreichs Klein- und Kleinstunternehmer abhängig vom Goodwill des privaten Umfelds. Oder ignorieren die Notwendigkeit aktuellen Inhalts.

Ab wann wird der eigene Webauftritt durch solche Kapitalfehler zum geschäftsschädigenden Faktor?

   
 
   
  Dieser Artikel (gekürzt) ist im Handbuch Internet v8.0 erschienen.
   
 

 

 

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