Google Local Listing Ads

Und wieder etwas neues aus der Hexenküche des Suchmaschinengiganten. Kleine Unternehmen werden die Möglichkeit haben, mit einfachen Textwerbungen aufzutauchen, wenn nahe des Unternehmensitzes nach einem Unternehmen ihrer Art gesucht wird. Diese Anzeigen tauchen in der gewohnten AdWords-Manier auf google.com und in den Google Maps auf.

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Siehe dazu auch die Google Maps Help mit einer Kurzbeschreibung und eine kurze Anleitung im Local Business Center.

Vorerst stehen diese lokalen Anzeigen erst mal (wie gewohnt) nur im Raum San Francisco und San Diego zur Verfügung.

Advertising Expenditure Forecasts Juli 2009

ZenithOptimedia hat wieder einen Bericht über die zu erwartenden Werbeausgaben 2009 herausgebracht. Insgesamt schrumpfen die Werbeausgaben 2009 global voraussichtlich um 8,5%. Die Angst vor Umsatzeinbrüchen läßt die Verantwortlichen zur Sparbüchse greifen, obwohl Studien zeigen, dass  Unternehmen, die ihre Werbeausgaben auch in kritischen Zeiten beibehalten, aus der Krise stärker hervorkommen, als andere Unternehmen.

Für das Medium Internet erwarten die Experten als einziges Medium einen weiteren Anstieg der Werbeausgaben. Bei Zeitungen muss dagegen mit einem Rückgang von beinahe 15% der Werbeausgaben gerechnet werden. Die neuen Technologien reduzieren die Einstiegskosten, und produzieren damit wesentlich mehr Konkurrenz für die großen Werbeanbieter. TV wird weiterhin Seher an digitale Kanäle und Websites verlieren; Zeitungen verlieren Leser an Blogger; Radio-Stationen verlieren Hörer an Podcasts und Musik-Plattformen.

The year the media died

Auf die Gefahr, erneut themenfremd zu schreiben, aber so themenfremd ist es ja eh nicht. Ein großartiges Musikvideo über den Niedergang der klassischen Medien, über knirschende Businesspläne, über Online-Werbung, und mehr :

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=dBpey-htHRo]

Mad Avenue Blues: “Bye, bye, those big upfront guys.”

Googles Interest Based Advertising

Na bitte, jetzt steigt auch der Branchenriese ins Behavioural Targeting ein. Google merkt sich ab nun die Interessen der Website-Besucher, sodass ein Werbetreibender passende Werbung ausliefern kann. Google erklärt das so:

Wenn beispielsweise ein Nutzer einen großen Teil seiner Online-Zeit damit verbringt, sich Auto-Videos auf YouTube und Autotest-Webseiten im Google Content-Netzwerk anzusehen, wird er als Autoliebhaber eingestuft. Entsprechend werden im Google Content-Netzwerk sowie auf YouTube für diesen Nutzer mehr Kfz-bezogene Werbeanzeigen eingeblendet.

Die Vorbereitungen dazu sind schon im Gang. Publisher im Content-Netzwerk sollen demnächst den neuen AGBs zustimmen und das “Interest Based Advertising” akzeptieren. Am 9. April soll dann mit der Auslieferung der “Interest-Based-Anzeigen” begonnen werden.

Fairerweise können sich die Website-Besucher von der Erfassung der Interessensgebiete abmelden. Unter www.google.com/ads/preferences kann man einerseits die eigenen Interessensgebiete verfeinern, andererseits aber auch sich vollständig vom Behavioral Targeting abmelden. Stellt sich nur die Frage, wie erfährt das der allgemeine User?

Für Werbetreibende ist das jedenfalls eine interessante Sache. Wir sind schon gespannt darauf, ob sich die Klickraten im Content-Werbenetz relevant erhöhen und die Konversionsraten steigen werden.

Web wirksamer als klassische Werbung

Gutes Online-Marketing wird immer wichtiger: eine Untersuchung der Strategie- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton unter1.000 Endkunden in Deutschland und den USA kommmt zum Schluß, dass nur mehr rund 5% der Kaufentscheidungen von klassischer Werbung in TV, Radio oder Print beeinflusst werden, allerdings schon zu 10% durch das Web. Ursache dafür sei nach Ansicht der Experten die Zunahme von Kundenkontaktkanälen. TV-Werbung in der bekannten Form werde sich in Zukunft stärker auf Präsenz und Markenbildung fokussieren.

Weiters seien die Verbraucher im Web vertrauensseliger: so würden je nach Branche 50 bis 80% der User bereitwillig soziodemographische Daten und Nutzungsdaten offenlegen, vorausgesetzt sie erhalten dafür ein interessantes Incentive (bevorzugte Behandlung als Produkttester, spezielle Angebote, Preisnachlässe).

Erhebliche Defizite soll die After-Sales-Betreuung aufweisen, denn nur 13% der Konsumenten fühlen sich nach einem Kauf gut betreut. Immerhin jeder fünfte Kunde wünscht eine individuelle Rückmeldung nach dem Kaufabschluss, und weitere 30% sind einer aktiveren Kommunikation gegenüber aufgeschlossen.

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