Weitere Ergebnisse des Europäischen Social Media und E-Mail Monitor sind nun von der Agentur eCircle veröffentlicht worden. Der Untertitel der Studie lautet: “6 Länder Studie zum digitalen Dialog mit Facebook, Twitter, E-Mail & Co”. Im zweiten Teil der Studie geht es um:
Umfrage zu Top-Ranking-Faktoren veröffentlicht
Das SEO (Suchmaschinenoptimierung) Portal SEOmoz hat wieder die Ergebnisse einer Umfrage unter 72 SEO-Experten veröffentlich, was denn ihrer Meinung nach die Top-Faktoren für ein gutes Ranking bei Suchmaschinen sind.
Die Top 5 Ranking-Faktoren:
- Linktext in externen Links – für 73% enorm wichtig
- Keywords im Title-tag – für 66% enorm wichtig
- Link Popularität – für 64% sehr wichtig
- Unterschiedlichkeit verlinkender Domains – für 64% sehr wichtig
- Keywords in Domain-Name – für 60% sehr wichtig
Advertising Expenditure Forecasts Juli 2009
ZenithOptimedia hat wieder einen Bericht über die zu erwartenden Werbeausgaben 2009 herausgebracht. Insgesamt schrumpfen die Werbeausgaben 2009 global voraussichtlich um 8,5%. Die Angst vor Umsatzeinbrüchen läßt die Verantwortlichen zur Sparbüchse greifen, obwohl Studien zeigen, dass Unternehmen, die ihre Werbeausgaben auch in kritischen Zeiten beibehalten, aus der Krise stärker hervorkommen, als andere Unternehmen.
Für das Medium Internet erwarten die Experten als einziges Medium einen weiteren Anstieg der Werbeausgaben. Bei Zeitungen muss dagegen mit einem Rückgang von beinahe 15% der Werbeausgaben gerechnet werden. Die neuen Technologien reduzieren die Einstiegskosten, und produzieren damit wesentlich mehr Konkurrenz für die großen Werbeanbieter. TV wird weiterhin Seher an digitale Kanäle und Websites verlieren; Zeitungen verlieren Leser an Blogger; Radio-Stationen verlieren Hörer an Podcasts und Musik-Plattformen.
Server-Standort und Suchmaschinen-Ranking
Eine Studie, die von NTT Europe Online beauftragt wurde, zeigt es klar: der physische Standort des Servers kann die Ergebnisse von Websites in Suchmaschinen stark beeinflussen. Es wurde u.a. gezeigt, dass die Suche im Bereich “Seiten aus Deutschland” bis zu 30 Prozent bessere Ergebnisse bringt, wenn die Website auch physisch in Deutschland gehostet wird, und gleichzeitig unter einer *.de-Domain erreichbar ist. Weiters wird etwa in Deutschland eine Domainendung *.de höher gewichtet als eine Domainendung mit *.com/de.
Und das sind die offensichtlichen Einflußfaktoren auf regionales Ranking:
- geographische Zuordnung der IP-Adresse
- Domainendung
- Sprache der Texte
- Sprache der Dateinamen
- Herkunft der Backlinks
Mehr Budget für Internet-Werbung
Laut den Advertising Expenditure Forecasts June 2008 von ZenithOptimedia sollen 2010 gleich 13,6% anstelle der früher vorhergesagten 12,3% in Online-Werbemittel investiert werden. Am stärksten werden Zeitungen unter der Umschichtung der Budgets zu leiden haben, meinen die Werbeexperten.
Den Grund sehen sie darin, dass in konjunkturschwachen Zeiten einfach jeder Cent zählt. Und im Internet könne eine Zielgruppe genauer erreicht werden, der Return-On-Investment schneller und exakter gemessen werden. Weiters würden sich Quantität und Qualität von Online-Video laufend verbessern, und mit Suchmaschinen-Marketing stünde ein probates Instrument auch für Kleinunternehmen zur Verfügung, Werbebotschaften zu vergleichweise geringen Kosten optimal zu platzieren.
Aber wem sage ich das?
Verstehen Sie Bahnhof?
User und Konsumenten sprechen nicht die Sprache der Anbieter, Software-Produzenten, Content-Provider. Zu diesem wahrlich nicht überraschenden Ergebnis kam eine Studie von eResult. Oder können Sie die folgenden Begriffe auf der Stelle richtig erklären?
- Web 2.0
- Tagwolke
- Trackback
- Social Bookmarking
Gleich 60% der befragten deutschen Internetnutzer können mit diesen Begriffen nichts (!) anfangen. Was man unter “filtern” versteht, und wie sich das von “sortieren” unterscheidet, das ist immerhin noch etwa der Hälfte der Befragten nicht klar.
eResult empfiehlt den klassischen Schritt zurück, und das Finden einer normalen Sprache: nicht “filtern”, sondern “Suche eingrenzen”. Nicht “Tagwolke”, sondern … ja, was nun? “Plakettenwolke”? “Etikettwolke”? “Anhängezettelwolke”? Sind wir gefangen in der Matrix der englischsprachigen Worthölle? Cool, aber halt leider unverständlich?
Keine Antwort auf jedes vierte E-Mail
Gerade noch schreiben wir, dass die Online-Kanäle für die Kunden immer wichtiger werden, da lacht uns schon die Realität des Umgangs mit Kunden aus. Denn wie das Mystery Shopping Unternehmen ISC untersucht hat, bleibt etwa jede vierte Anfrage per E-Mail an Unternehmen unbeantwortet. Laut einem Bericht der Zeitschrift medianet über diese Untersuchung ist überhaupt nur etwa die Hälfte der Kunden mit der E-Mail-Kultur zufrieden.
Ursachen für die schlechte Bewertung sind weiters Mangel an Stilsicherheit, fehlende Satzteile, Orthografie- und Interpunktionsfehler. Kunden werden in den Antwortmails kaum namentlich angesprochen, die Kompetenz des Mitarbeiters, der die Antwort gibt, läßt zu wünschen übrig.
Gut allerdings: wenn Antworten erfolgen, dann wenigstens innerhalb der Toleranzgrenze von zwei Werktagen.
Fazit: wer eine sinnvolle E-Mail-Policy im Unternehmen nicht nur bekanntgibt sondern auch lebt, der kann sich einen wesentlichen CRM-Vorsprung erarbeiten.
Web wirksamer als klassische Werbung
Gutes Online-Marketing wird immer wichtiger: eine Untersuchung der Strategie- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton unter1.000 Endkunden in Deutschland und den USA kommmt zum Schluß, dass nur mehr rund 5% der Kaufentscheidungen von klassischer Werbung in TV, Radio oder Print beeinflusst werden, allerdings schon zu 10% durch das Web. Ursache dafür sei nach Ansicht der Experten die Zunahme von Kundenkontaktkanälen. TV-Werbung in der bekannten Form werde sich in Zukunft stärker auf Präsenz und Markenbildung fokussieren.
Weiters seien die Verbraucher im Web vertrauensseliger: so würden je nach Branche 50 bis 80% der User bereitwillig soziodemographische Daten und Nutzungsdaten offenlegen, vorausgesetzt sie erhalten dafür ein interessantes Incentive (bevorzugte Behandlung als Produkttester, spezielle Angebote, Preisnachlässe).
Erhebliche Defizite soll die After-Sales-Betreuung aufweisen, denn nur 13% der Konsumenten fühlen sich nach einem Kauf gut betreut. Immerhin jeder fünfte Kunde wünscht eine individuelle Rückmeldung nach dem Kaufabschluss, und weitere 30% sind einer aktiveren Kommunikation gegenüber aufgeschlossen.
