Google+ Unternehmensprofile: Ist das alles?

Auf die Unternehmensseiten ließ uns Google+ warten und warten und warten und säuberte die junge Community radikal von Profilen, die es dennoch wagten als Firmen aufzutreten. Facebook fühlte sich von der neuen Konkurrenz zurecht in den Allerwertesten getreten und feilte inzwischen an seinen Vorzügen:

  • Facebook kehrte die bestehenden Listen hervor – sie funktionierten immer schon ähnlich wie die Google+ Kreise.
  • Wiedermal wurden die Privatsphäre-Einstellungen überarbeitet. 
  • Das Abonnement wurde eingeführt – damit lässt sich anderen folgen ohne dass zwingend zurückgefolgt werden muss.
  • Geeks und Nerds nehmen das neue Profil-Layout in Anspruch.
  • Google+ hat “Hangouts” und “Huddles”. Also führte Facebook kurzerhand die Video- und Gruppenchats ein.

Die Unternehmensseiten hatte Facebook von vornherein, und was Google+ jetzt geliefert hat, wird sie dem Gesichtsbuch nicht streitig machen. Denn Google+ Firmenseiten unterscheiden sich nicht wesentlich von den privaten Profilen, die Like-Box von Facebook wurde nachgebaut, und es darf nur ein einziger Administrator ernannt werden.

Und wir fragen uns: Wenn eine Firma eine Facebook- und eine Google+Seite betreibt, spricht sie damit unterschiedliche Zielgruppen an und sollte daher verschiedene Inhalte posten (was wiederum mehr Arbeit bedeutet)? Oder ist es sinnvoll die Postings doppelt zu moppeln und auf beiden Plattformen gleichzeitig rauszujagen? Von Facebook zu Google+ wechseln wird im Moment jedenfalls kaum jemand.

Endzeit für Google+

Allein mit dem +1-Button ließe sich punkten, denn der könnte die Suchmaschinensichtbarkeit einer Website steigern. Aber das war’s dann auch, mehr gibt es nicht. “Google+ ist tot”, verkünden daher die Google+ Endzeitpropheten Farhad Manjoo von Slate und Blogger Timo. Auch der deutsche Online-Marketing Experte Torsten Schwarz zeigt sich größtenteils skeptisch

Trotzdem meinen wir: Abwarten und beobachtend Kaffee schlürfen. Ein bisschen Konkurrenz tut Facebook jedenfalls gut.

Vergangenen Sommer gab es einen Run auf die neue Plattform Google Plus. Tipps, Tricks und Einladungen wurden verschickt, um dem neuen Social Network beitreten zu können, das nur nach und nach seine Schleusen öffnete. Viele versprachen sich, dass alle Fehler und Unzulänglichkeiten, die Facebook jemals geliefert hatte, mit Google+ wieder gut gemacht würden. Im Oktober überschritten die User-Zahlen des neuen Social-Networks die 40 Millionen-Marke, doch mittlerweile hält sich die Begeisterung in Grenzen.

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